Sebastian geb.1975
lebte vorher im Tiergarten Kaiserslautern und wurde 1993 in den Tiergarten Straubing abgeschoben. Anfänglich versuchte man eine Vergesellschaftung (siehe rechts) mit den anderen Schimpansen. Dies gelang aber nicht und so lebt Sebastian seit fast 7 Jahren in Isolationshaft. Sebastian hat in seinem Gehege keinerlei Rückzugs- möglichkeiten. Er ist den Blicken der Besucher ganzzeitig ausgeliefert. Sein Tagesablauf ist geprägt von Langeweile. Im Sommer kann er wenigstens das Freigehege nutzen, während er in den kalten Monaten 24 Stunden in seinem viel zu kleinen Gehege verbringt. Eine meist verdreckte Glasscheibe spendet ihm ein wenig Tageslicht. Ansonsten ist er in den kalten Monaten von der Aussenwelt isoliert.
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2001 Ein Kriminalfall. Aus dem Veterinärreport des Tiergarten Straubing: "Die Schimpansen Sebastian, Cain, Alfons und Lutz sollten 2001 in einer Gruppe zusammengefasst werden. SIe erhielten das gleiche Sedativum, wie es in der Human- medizin und bei Behandlungen von Menschenaffen mit "großem Erfolg" verabreicht wird. Dabei kam es zu einem unvorhersehbaren Zwischenfall, denn die Wirkung war deutlich stärker ausgeprägt als bei den Löwen. Die Schimpansen verfielen in einen lethargischen Zustand. Die stärkste Wirkung trat bei "Cain" auf. Während die Wirkung des Medikamentes bei den anderen bald nachließ, wurde er völlig apathisch und starb nach einigen Tagen trotz intensivster Behandlungsversuche. Laut Angaben der Tiergartenleitung gaben sie den Schimpansen die gleiche Menge Sedativum, wie sie es üblicherweise bei den Löwen tun. Dies halten wir für fahrlässig, da weder der Gesundheitszustand, noch das Gewicht der Schimpansen bei der Gabe dieses Narkotikums eine Rolle spielten. Tiermißhandlung und Medikamente scheinen auch hier zum Alltag zu gehören. |
Unsere Forderung
Nachdem Sebastian nun seit 2001 in Einzelhaft sitzt und das ihm zugeteilte Platz noch nicht einmal den Mindestanfor- derungen laut dem Gutachten des Bundesministeriums für Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft vom 10. Juni 1996 entspricht sollte er sofort umgesiedlt werden.
Wir haben bereits Kontakt mit einer Auffangstation für Schimpansen aufgenommen. Dort wäre es unter Umständen möglich ihn unterzubringen.
